Jodprophylaxe und verantwortungsvoller Salzkonsum

Salz

Salz ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer täglichen Ernährung, doch ist es entscheidend, seinen Verbrauch zu mäßigen, um die Gesundheitsrisiken zu minimieren. Eine zu hohe tägliche Salzzufuhr in der Nahrung erhöht den Blutdruck (Hypertonie) und verursacht etwa 30% aller Fälle von Bluthochdruck. Es wird mit Magenkrebs, der Verschlimmerung von Asthmasymptomen, Osteoporose, Nierensteinen, Nierenerkrankungen und Fettleibigkeit in Verbindung gebracht, da salzige Lebensmittel Durst verursachen, der in der Regel mit zuckerhaltigen Getränken gelöscht wird.

Bluthochdruck steht unter den vermeidbaren Krankheits- und Sterblichkeitsfaktoren an erster Stelle. Bluthochdruck trägt zu mindestens 40 % aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle bei, die 45 % aller nicht übertragbaren Krankheiten ausmachen.

Nach den WHO-Leitlinien sollte der tägliche Salzkonsum bei Erwachsenen auf weniger als 5 Gramm (<2g/Tag Natrium), was etwa einem Teelöffel entspricht, und bei Kindern auf weniger als 2 Gramm (<0,4 g/Tag Natrium) begrenzt werden.

Verantwortungsvollen Salzkonsum

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert uns auf, das Bewusstsein für den Salzkonsum zu schärfen. Die Verringerung der Salzaufnahme ist eine der empfohlenen Maßnahmen im Rahmen des globalen Aktionsplans zur Vorbeugung (Prävention) und Kontrolle von nicht-übertragbaren Erkrankungen 2013-2030. Darin wird die Ziele für eine relative Verringerung der durchschnittlichen Salzaufnahme der Bevölkerung um 30 % bis zum Jahr 2025 festgelegt, um die vorzeitigen Sterbefälle (Mortalität) infolge nicht-übertragbarer Erkrankungen um 25 % zu senken. Zahlreiche Länder weltweit verfügen inzwischen über nationales Salz(reduktions)strategien, darunter Italien.

Dies sind die Ziele, die seit langem sowohl im Programm “Guadagnare salute: rendere facili le scelte salutari” (Erlass des Premierministers vom 4. Mai 2007) als auch der Nationale Präventionsplan haben bereits dazu beigetragen.

Jod

Jod hingegen ist ein essenzielles Mikronährstoff, der für die korrekte Funktion der Schilddrüse unerlässlich ist. Diese Drüse produziert wichtige Hormone für den Stoffwechsel sowie das Wachstum und die Entwicklung des Nervensystems. Jodokarenz ist nach wie vor die Hauptursache für vermeidbare Hirnschäden.

Die Empfehlungen für die tägliche Jodaufnahme der Weltgesundheitsorganisation (WHO) variieren je nach Alter, Geschlecht und physiologischen Bedingungen wie Schwangerschaft und Stillzeit:

Jodprophylaxe

Die Jodprophylaxe besteht darin, die Ernährung mit Jod zu ergänzen, um die richtige Tagesmenge sicherzustellen. Die wirksamste Strategie der Jodprophylaxe beruht auf der Verwendung von Lebensmitteln, die von Natur aus reich an Jod sind, und/oder von Jodsalz, das nichts anderes ist als normales Speisesalz, das mit Jod angereichert wurde, ohne den Geschmack oder das Aroma zu verändern.

Laut Gesetz muss jodiertes Salz in allen Lebensmittelgeschäften erhältlich sein, und sein Vorhandensein in den Regalen oder in Produkten, die es enthalten, wird durch spezielle Logos des Gesundheitsministeriums hervorgehoben.

Das nationale Jodprophylaxeprogramm auf freiwilliger Basis wurde in unserem Land mit der Verabschiedung des Gesetzes Nr. 55 vom 21. März 2005 “Disposizioni finalizzate alla prevenzione del gozzo endemico e di altre patologie da carenza iodica” eingeführt.

Die aktuelle Herausforderung besteht darin, die zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlene Reduzierung des Salzkonsums mit der Notwendigkeit einer angemessenen Jodzufuhr in Einklang zu bringen.

Die Gruppe für die Koordinierung der Jodprophylaxe-Aktivitäten (GCAI), hat in Zusammenarbeit mit dem “Tavolo Nazionale sulla Sicurezza Nutrizionale” (TaNSiN), den Regionen und autonomen Provinzen sowie dem Netz der Dienst für Hygiene der Lebensmittel und der Ernährung (SIAN), eine nationale Sensibilisierungskampagne mit dem Titel „Mehr Jod, weniger Salz“ gestartet, die sich insbesondere an die Schulbevölkerung (Lehrer, Schüler und ihre Familien) richtet.

Die Autonome Provinz Bozen beteiligt sich an der Nationalen Kampagne zur Jodprophylaxe. Der Bericht präsentiert die Ergebnisse des ersten Jahres des Projekts (fare collegamento)

Die vorliegende Broschüre fasst die Informationen und Empfehlungen zusammen, die zur Erreichung dieser Ziele erforderlich sind (fare collegamento).

Ressourcen und weitere Informationen

Konsultieren Sie die folgenden Links für weitere Details zur Jodprophylaxe und zum verantwortungsvollen Salzkonsum:

Kontakte

Betrieblicher Dienst für Hygiene der Lebensmittel und der Ernährung (S.I.A.N.)

Adresse:
Amba-Alagi-Straße 33
39100 Bozen (BZ)

Öffnungszeiten

Montag-Freitag 8:30 - 12:00 Uhr und 14:30 - 16:00 Uhr

Dr.in Dagmar Regele

Geschäftsführende Primarin

Amba-Alagi-Straße 33
39100 Bozen (BZ)
Tel.: +39 0471 435 708

Dennis Ramus

Koordinator

Amba-Alagi-Straße 33
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