Allgemeinanästhesie

Die Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) schaltet Bewusstsein und Schmerzempfinden im gesamten Körper aus. Dazu verwenden wir eine Kombination von Medikamenten, die entweder in eine Vene gespritzt oder der Atemluft beigemischt werden. Sobald die Narkosemedikamente wirken und der Patient bzw. die Patientin eingeschlafen ist (ca. 30 Sekunden nach Verabreichung), wird die Atmung mithilfe einer Atemmaske unterstützt. Kurze Operationen (bis zu 15 Minuten) können so durchgeführt werden (Maskennarkose).

Bei längeren Eingriffen werden die Atemwege durch Einführen eines Schlauches (Trachealtubus) in die Luftröhre (Intubation) oder in den Rachen (Kehlkopfmaske) gesichert und es wird eine künstliche Beatmung durchgeführt. Die Intubation trennt den Luftweg vom Speiseweg und bietet so den größtmöglichen Schutz vor dem Eindringen von Speichel, Magensaft oder Mageninhalt in die Lunge (Aspiration).

Wenn nötig, führt der Anästhesist bzw. die Anästhesistin weitere Maßnahmen durch, die Ihrer umfassenderen Überwachung dienen. Dazu zählen das Einführen eines Katheters in eine herznahe Vene oder in eine Arm- und Beinschlagader, das Einführen einer Magensonde, eines Blasenverweilkatheters u.a. Dies geschieht meist erst in Narkose. Der Anästhesist bzw. die Anästhesistin informiert Sie im Aufklärungsgespräch über Sinn und Risiken dieser zusätzlichen Maßnahmen.

Nach der Narkose werden Sie einige Stunden im Aufwachraum überwacht. Danach werden Sie wieder auf Ihr Zimmer gebracht.