Publikationen 2022

Nachdem zur Erhebungszeitpunkt im Sanitätsbetrieb noch keine Software für die automatische Erfassung von Publikationen verfügbar war, wurde die Erhebung der Anzahl der Publikationen des gesamten Sanitätsbetriebes Südtirol (SABES) für das Jahr 2022 mittels einer Umfrage durchgeführt. Die E-Mail für die Umfrage wurde an das gesamte Sanitätspersonal des Betriebes versandt.

Die Erhebung ergab 398 wissenschaftliche Veröffentlichungen, die von allen sanitären Berufsprofilen im Südtiroler Sanitätsbetrieb (SABES) verfasst wurden, wobei diese auf PubMed und anderen Plattformen veröffentlicht wurden (siehe Flow-Chart).

Davon wurden 16,1 % (64/398) ausgeschlossen, weil:

  • sie doppelt vorhanden waren, 
  • keine SABES-Affiliation aufwiesen oder 
  • in keiner Datenbank gefunden werden konnten, welche für die Erstellung dieses Berichts berücksichtigt wurden.

Insgesamt wurden 332 Publikationen berücksichtigt und ausgewertet.

Methodik

Nach Abschluss der Umfrage wurden alle erhaltenen Daten von zwei Mitarbeiter/-innen unabhängig voneinander geprüft und Artikel, die nicht gefunden werden konnten, sowie Duplikate und Artikel ohne SABES-Zugehörigkeit wurden entfernt.

Wurde ein Artikel von mehr als einer Abteilung innerhalb des Sanitätsbetriebes verfasst, wurde angenommen, dass die Studie vom Erstautor durchgeführt wurde. Wenn der Erstautor nicht der SABES angehörte, wurden die anderen relevanten Positionen in der folgenden Reihenfolge berücksichtigt: Nachname, zweiter Name, korrespondierender Autor. Wurde ein Artikel von einem betrieblichen Dienst und nicht von einer Abteilung veröffentlicht, wurde der Bezirk berücksichtigt, in dem sich dieser befindet. 

Bücher und Buchkapitel wurden von der Analyse ausgeschlossen da nur Publikationen berücksichtigt wurden, die in wissenschaftlichen Datenbanken aufscheinen (Scopus, PubMed, EMBASE, usw.)

Publikationen nach Gesundheitsbezirk

Abbildung 1: Verteilung der Publikationen auf die 4 Gesundheitsbezirke Südtirols. Publikationen in PubMed sind hellblau dargestellt, Publikationen in anderen Datenbanken lila.
Abbildung 1: Verteilung der Publikationen auf die 4 Gesundheitsbezirke Südtirols. Publikationen in PubMed sind hellblau dargestellt, Publikationen in anderen Datenbanken lila.


Die Verteilung der Veröffentlichungen auf die 4 Gesundheitsbezirke ist in Abbildung 1 dargestellt.

Wie aus Abbildung 1 hervorgeht, ist Bozen der Gesundheitsbezirk mit der höchsten Anzahl an Veröffentlichungen, gefolgt von Meran, Bruneck und abschließend Brixen.

In allen Bezirken sind die meisten Publikationen in PubMed zu finden und nur ein kleinerer Teil wird in anderen Datenbanken veröffentlicht. Um genau zu sein, sind 93,6 Prozent (311/332) der Veröffentlichungen in PubMed zu finden, während 6,4 Prozent (21/332) in anderen Datenbanken veröffentlicht wurden.

Publikationen nach Abteilung/Dienst

Abbildung 2: Veröffentlichungen nach den einzelnen Abteilungen für das Jahr 2022.
Abbildung 2: Veröffentlichungen nach den einzelnen Abteilungen für das Jahr 2022.

Von 134 Diensten und Abteilungen haben 42 auf die Umfrage geantwortet und mindestens eine Veröffentlichung gemeldet. Wir haben daher eine Analyse nach einzelnen Abteilungen durchgeführt (Abbildung 2).

Abbildung 2 zeigt, dass hauptsächlich die neurologische Abteilung in Meran und der rheumatologische Dienst innerhalb des SABES publizieren. Diese beiden Abteilungen allein tragen 1/3 der SABES-Publikationen.

Sieben weitere Abteilungen melden eine Anzahl von Publikationen, die größer oder gleich 10 ist. Die Abteilungen, die im Jahr 2022 mehr als 10 Publikationen veröffentlicht haben, sind: 

  • Labor für Mikrobiologie und Virologie
  • Chirurgie Bozen
  • Psychiatrie Bozen
  • Pneumologie Bozen
  • Notaufnahme Meran
  • Pathologie Bozen
  • Kardiologie Bozen
Abbildung 3: Anzahl der Publikationen im Jahr 2022 nach Abteilung geordnet – nur PubMed Veröffentlichungen.
Abbildung 3: Anzahl der Publikationen im Jahr 2022 nach Abteilung geordnet – nur PubMed Veröffentlichungen.


Abbildung 3 zeigt die Publikationen der einzelnen Abteilungen innerhalb der SABES exklusive der, nicht in PubMed veröffentlichten, Studien.

Auch in dieser Darstellung kann man erkennen, dass der rheumatologische Dienst und die Neurologie Meran einen großen Beitrag zur Forschung im Sanitätsbetrieb leisten.

Die Abteilungen mit mehr als 10 Veröffentlichungen haben sich innerhalb der Kategorie nicht verändert und bleiben in der Rangordnung gleich.

Kollaborationspartner nach Gesundheitsbezirk

Abbildung 4: Analyse der Kollaborationspartner. Unterteilung in SABES-intern, restliches Italien, EU-Länder und nicht-EU-Länder.
Abbildung 4: Analyse der Kollaborationspartner. Unterteilung in SABES-intern, restliches Italien, EU-Länder und nicht-EU-Länder.

Eine ausschlaggebende Rolle bei der Veröffentlichung von wissenschaftlichen Publikationen spielen auch die Kollaborationspartner. Um einen Überblick über diese zu erlangen, werden die Publikationen, welche nach Gesundheitsbezirken aufgeteilt wurden (Abbildung 1) analysiert und die einzelnen Partnerländer werden in:

  • SABES-intern, 
  • restliches Italien, 
  • EU-Länder und 
  • nicht-EU-Länder 

unterteilt (Abbildung 4).

Wie in Abbildung 4 ersichtlich, stammt der Großteil der Kollaborationspartner im Gesundheitsbezirk Bozen, Meran und Brixen aus Italien. SABES-interne Kollaborationen bilden in allen 4 Bezirken die Minderheit. Des weiteren, ist ersichtlich, dass ausschließlich im Gesundheitsbezirk Bozen mehr Publikationen durch Kollaborationen mit Instituten aus nicht-EU-Staaten als mit jenen aus EU-Staaten verfasst wurden.  

Kollaborationspartner nach Abteilung/Dienst

Abbildung 5: Analyse der Kollaborationspartner der zehn Abteilungen mit der größten Anzahl an Publikationen. Unterteilung in SABES-intern, restliches Italien, EU-Länder und nicht-EU-Länder.
Abbildung 5: Analyse der Kollaborationspartner der zehn Abteilungen mit der größten Anzahl an Publikationen. Unterteilung in SABES-intern, restliches Italien, EU-Länder und nicht-EU-Länder.

Ein detaillierterer Blick auf die Abteilungen mit der größten Anzahl an Publikationen und deren Kollaborationspartner (Abbildung 5) verdeutlicht, dass, mit Ausnahme der Rheumatologie, die Kollaboration mit italienischen Institutionen dominiert

Ausschließlich in der Notaufnahme Meran überwiegt die SABES-interne Kollaboration

Die Statistiken in Abbildung 4 und 5 zeigen deutlich, dass auch Zusammenarbeiten mit nicht-EU-Staaten im Sanitätsbetrieb Südtirol einen großen Anteil bilden.   

Kollaborationspartner & gemeinsame Publikationen

In der unten angeführten Abbildung 6 und 7 werden die Kollaborationspartner und die Anzahl der gemeinsamen Veröffentlichungen angezeigt.

Es ist ersichtlich, dass die numerische Anzahl der Publikationen in Zusammenarbeit mit italienischen Institutionen (238), exklusive SABES-internen, deutlich überwiegt. Die zwei EU-Länder Deutschland und Österreich weisen die höchste Anzahl an gemeinsamen Veröffentlichungen an.

Aus Abbildung 6 und 7 kann entnommen werden, dass SABES außerhalb der EU hauptsächlich mit den USA und UK kollaboriert.

Publikationen mit Partneruniversitäten

Abbildung 8: Darstellung der Publikationen mit Affiliation zu SABES und PMU nach Gesundheitsbezirk.
Abbildung 8: Darstellung der Publikationen mit Affiliation zu SABES und PMU nach Gesundheitsbezirk.

Von den 332 Publikationen, welche in diesem Bericht analysiert wurden, weisen 311 eine Doppelaffiliation mit der Paracelsus Privatuniversität Salzburg (PMU) auf. 

Abbildung 8 spiegelt die Aufteilung dieser Doppelaffiliation nach Gesundheitsbezirk wider.